Differenzschätzer
Effektschätzer, der durch eine Differenz zweier Maßzahlen (eine pro Gruppe) ermittelt wird. Siehe Risikodifferenz, Prävalenzdifferenz, Mittelwertsdifferenz.
Effektschätzer, der durch eine Differenz zweier Maßzahlen (eine pro Gruppe) ermittelt wird. Siehe Risikodifferenz, Prävalenzdifferenz, Mittelwertsdifferenz.
Kenngröße, die die Stärke eines empirischen Effekts quantifiziert. Effektschätzer werden für Gruppenvergleiche z. B. zwischen Exponierten und Nichtexponierten oder zwischen Interventions- und Kontrollgruppe herangezogen. Es wird zwischen Differenzschätzern und Verhältnisschätzern unterschieden.
Effektschätzer für eine Zielvariable auf der Ereigniszeitskala. Verhältnisschätzer. Quotient der Hazardraten zweier Gruppen. Kann als Maß für das relative Risiko genutzt werden. Eine Hazard Ratio von 1 spricht für äquivalente Hazardraten in den Gruppen.
Abkürzung: MD. Effektschätzer für metrisch normalverteilte Zielvariablen. Differenzschätzer. Differenz der Mittelwerte der zu vergleichenden Gruppen (z. B. Interventionsgruppe und Kontrollgruppe). Sagt aus, dass der Mittelwert in der einen Gruppe um x Einheiten größer bzw. kleiner ist als in der anderen Gruppe. Nimmt Werte zwischen und an. Eine Mittelwertsdifferenz von 0 spricht für äquivalente Mittelwerte in den Gruppen.
Abkürzung: OR. Effektschätzer für dichotome Zielvariablen bei Fallkontroll-Studien. Verhältnisschätzer. Quantifiziert den Grad eines Zusammenhangs zwischen zwei Alternativmerkmalen (hier Erkrankung und Exposition). Quotient aus den Odds für die Erkrankten und den Odds für die Nicht-Erkrankten. Nimmt Werte zwischen 0 und unendlich an. Sagt aus, dass die Proband:innen in der Gruppe der Exponierten eine x Mal so große „Chance“ haben, an der untersuchten Krankheit zu erkranken als in der Gruppe der Nichtexponierten. Nimmt Werte zwischen 0 und unendlich an. Eine Odds Ratio mit dem Wert 1 zeigt an, dass kein Zusammenhang zwischen Erkrankung und Exposition besteht. Die OR ist insbesondere für seltene Erkrankungen eine gute Approximation für das Relative Risiko.
Abkürzung: PD. Effektschätzer für dichotome Zielvariablen in einer Querschnittsstudie. Differenzschätzer. Differenz der Prävalenzen zweier zu vergleichenden Gruppen. Sagt aus, dass von den Gruppenmitgliedern der einen Gruppe x Prozentpunkte mehr (bzw. weniger) erkrankt sind als von der anderen Gruppe. Nimmt Werte zwischen und an. Eine Prävalenzdifferenz von 0 spricht für eine äquivalente Prävalenz in den Gruppen.
Abkürzung: PR. Effektschätzer für dichotome Zielvariablen in einer Querschnittsstudie. Verhältnisschätzer. Quotient der Prävalenzen zweier zu vergleichender Gruppen. Sagt aus, wie viel Mal mehr oder weniger Erkrankungen in der Gruppe der Exponierten im Vergleich zur anderen Gruppe auftreten. Nimmt werde zwischen 0 und unendlich an. Eine Prävalenzratio von 1 spricht für eine äquivalente Prävalenz in den Gruppen.
Abkürzung: RR. Effektschätzer für dichotome Zielvariablen in experimentellen Studien und Kohortenstudien. Verhältnisschätzer. Beschreibt das Verhältnis zwischen dem Risiko, das Outcome zu erfüllen (experimentelle Studie), bzw. dem Erkrankungsrisiko (Kohortenstudie) der einen Gruppe und dem (Erkrankungs-)Risiko der anderen Gruppe. Sagt aus, dass das Risiko, das Outcome zu erfüllen (experimentelle Studie) bzw. zu erkranken (Kohortenstudie), in einer Gruppe x Prozentpunkte größer bzw. kleiner ist als in der anderen. Nimmt Werte zwischen 0 und unendlich an. Ein relatives Risiko von 1 spricht für ein äquivalentes Risiko in den Gruppen.
Abkürzung: RD. Oder auch: Absolute Risikoreduktion (ARR). Effektschätzer für dichotome Zielvariablen in experimentellen Studien und Kohortenstudien. Differenzschätzer. Die Differenz der Risiken pro Gruppe. Sagt aus, dass das Risiko, das Outcome zu erfüllen (experimentelle Studie) bzw. zu erkranken (Kohortenstudie), in einer Gruppe x Mal größer bzw. kleiner ist als in der anderen. Nimmt Werte zwischen -1 und +1 an. Eine Risikodifferenz von 0 spricht für ein äquivalentes Risiko in den Gruppen.
Effektschätzer, der durch einen Quotienten zweier Maßzahlen (eine pro Gruppe) ermittelt wird. Siehe Relatives Risiko, Odds Ratio, Prävalenzratio, Hazard Ratio.