P Q

Prävalenz

Oder auch: Prävalenzrate. Kenngröße in Querschnittsstudien (und diagnostischen Tests). Gibt die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung in der betrachteten Patient:innengruppe zu einem spezifischen Zeitpunkt an, also den aktuellen relativen Krankenbestand. Sie gibt eine Orientierung über die Auswirkungen einer bestimmten Krankheit auf die gesamte Population. Prävalenzrate = Anzahl der Personen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erkrankt sind / Größe der Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt.

Prävalenzdifferenz

Abkürzung: PD. Effektschätzer für dichotome Zielvariablen in einer Querschnittsstudie. Differenzschätzer. Differenz der Prävalenzen zweier zu vergleichenden Gruppen. Sagt aus, dass von den Gruppenmitgliedern der einen Gruppe x Prozentpunkte mehr (bzw. weniger) erkrankt sind als von der anderen Gruppe. Nimmt Werte zwischen und an. Eine Prävalenzdifferenz von 0 spricht für eine äquivalente Prävalenz in den Gruppen.

Prävalenzratio

Abkürzung: PR. Effektschätzer für dichotome Zielvariablen in einer Querschnittsstudie. Verhältnisschätzer. Quotient der Prävalenzen zweier zu vergleichender Gruppen. Sagt aus, wie viel Mal mehr oder weniger Erkrankungen in der Gruppe der Exponierten im Vergleich zur anderen Gruppe auftreten. Nimmt werde zwischen 0 und unendlich an. Eine Prävalenzratio von 1 spricht für eine äquivalente Prävalenz in den Gruppen.

Querschnittsstudie

Oder auch: Transversale Studie. Studie, die für die Beschreibung eines Zustands zu einem bestimmten Zeitpunkt geeignet ist. Zu diesem Zeitpunkt werden die als relevant erachteten Merkmale der Studienteilnehmer:innen erhoben. Eine Querschnittsstudie eignet sich z. B., um die Prävalenz einer Krankheit zu dem betrachteten Zeitpunkt in der Population festzustellen.