Beobachtungsstudie
Studie ohne direktes Eingreifen durch den/die Studiendurchführer:in mit großer Rolle in der epidemiologischen Forschung. Umfasst Kohortenstudien, Fall-Kontrollstudien, Querschnittstudien und Ökologische Studien.
Studie ohne direktes Eingreifen durch den/die Studiendurchführer:in mit großer Rolle in der epidemiologischen Forschung. Umfasst Kohortenstudien, Fall-Kontrollstudien, Querschnittstudien und Ökologische Studien.
Studie zur Generierung konkreter Fragestellungen und Hypothesen aus einem groben Forschungsthema. Im Gegensatz zu "konfirmatorische Studie".
Englisch: Case-Control-Study. Retrospektive Studie, bei der eine Gruppe erkrankter Personen (Fallgruppe) mit einer Kontrollgruppe ohne Erkrankung verglichen wird. Es wird die ggf. unterschiedliche Exposition mit Risikofaktoren in der Vergangenheit zwischen den Gruppen untersucht.
Oder auch: Experimentelle Studie. Prospektive Studie, bei der es das Ziel ist, durch aktive Intervention Vergleiche zwischen Interventions- und Kontrollgruppe anzustellen. Häufig verwendet in der klinischen Forschung. Ein Beispiel für eine Interventionsstudie ist die randomisierte kontrollierte Studie.
Oder auch: Follow-up-Studie. Longitudinale, prospektive Studie. Eine große Gruppe vorerst nicht erkrankter und unterschiedlich exponierter (also unterschiedlichen Risikofaktoren ausgesetzten) Personen (Kohorte) wird über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet. Häufig ist es dann das Ziel, die Gruppe der Exponierten mit den Nichtexponierten hinsichtlich der Erkrankung zu vergleichen (siehe Risiko).
Studie zur Überprüfung zuvor aufgestellter Hypothesen. Im Gegensatz zu "explorative Studie".
Oder auch: Longitudinale Studie. Meint meist eine prospektive Studie (manchmal allerdings auch retrospektives Design), deren Datenerhebung und Durchführung an unterschiedlichen Zeitpunkten mit den gleichen Proband:innen und unter sonst gleichen Umständen wiederholt wird. Das Ziel ist es, die Ergebnisse auf Unterschiede zwischen den Messzeitpunkten zu untersuchen.
Zusammenfassung der Ergebnisse von mindestens zwei qualitativ hochwertigen und miteinander vergleichbaren medizinischen Studien und Schätzung eines „gemeinsamen“ bzw. „mittleren“ Effekts.
Oder auch: Korrelationsstudie. Beobachtungsstudie, in der Beziehungen bzw. Korrelationen zwischen zwei oder mehr Variablen, z. B. Risikofaktoren und Erkrankungen, auf aggregierter (Gruppen-) Ebene untersucht werden.
In die Zukunft vorausschauende Studie, in der entweder durch eine Intervention aktiv in diese eingegriffen wird oder die Versuchspersonen bis in die Zukunft beobachtet werden. Die Daten werden also im Verlauf der Studie, also nach Studienbeginn, ermittelt. Z. B. Interventionsstudien oder Kohortenstudien.